Dienstag, 8. Februar 2011

Freiheit der Liebe





Deine Stimme klingt aus der Ferne zu mir herüber,
wie  feine, kristallklare Schneeflocken rieselt sie über meine Haut.
Doch ich sehe Dich nicht an, weil meine Augen mich verraten,
denn Du weißt noch immer nichts von mir.

Dein Lachen ist wie eine Woge von unerfüllten Versprechen,
die in meinem Herzen umherschwirrt
und mich bis in die Nacht verfolgt.
Doch ich will nicht von Dir träumen, weil Du mir so nahe bist,
dass Du keinen Schritt mehr auf mich zu machen kannst.

Dein Blick ist wie immer, fern ab dem Geschehen,
von meinem Wunsch, Dich zu berühren und zu sagen,
was ich empfinde.
Doch ich werde Dir nichts sagen, weil Du ja schon so Vieles
stattdessen weisst; nicht mehr willens bist,
etwas Neues an Dich und Dein Leben heranzulassen.

So bleibt meine Liebe Dir unbekannt, weil Du ihren Herzschlag
nicht spürst, nichts von ihrer Schönheit sehen kannst,
und nichts ahnst von der Lebendigkeit
ihrer unfassbaren, unendlichen und wunderbaren Freiheit.
Der Freiheit der Liebe.

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Bild von raschuis: Bettelnder Jungvogel

Dienstag, 18. Januar 2011

Bei Dir



Geborgenheit an Deinem Herzen,
umschlingest mich so zart
Pulsen unter meinen Händen,
sagt mir, Du bist da.

Nähe spür'n in meinem Körper,
bewege mich und fühl mich warm,
Atemhauch lässt mich erwachen,
ich lieg gewiß in Deinem Arm.

Verliere mich in Deinem Inneren,
verändert meine Welt,
Gefühle streicheln meine Sinne,
verspreche, was Du hältst.

Umschlungen nur von Deinem Sein,
Dein Lieben hüllt mich ein,
ich glaube…, fühle mich getragen,
sink in Empfindung ein.

Geschenkt Dir sei Dein ganzes Leben,
mein Körper, meine Seel,
geschenkt sei Liebe, Trost und Segen,
dem Menschen, der es fühlen will.
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Bild von Ingrid Elter: Geborgen

Donnerstag, 6. Januar 2011

Sinn und Leben



In jedem Sinne steckt ein Leben
in jedem Leben der Sinn, den Du ihm gibst.
Frag Dich, ob Du für ein Etwas Dein Leben gäbest ,
oder eher Verzicht übst für Dein Glück.

Musst nichts behalten, was Du nicht liebst,
doch halte das fest, was Du so magst.
Falls Gott Dir doch was nimmt, bedenke,
dass es Zeit ist, voranzugehen, zu neuem Sinn.

Das Jahr ist jung, frisch, neu, gefüllt mit Potential,
birgt Geschenke für Dein Wohlergehn.
Geh stets bergauf, auch voller Müh,
genieß den Blick, frei ungetrübt.

Der Sinn des Lebens ist nicht verborgen,
Du brauchst nicht bitten, ER zeigt es Dir.
Das Leben darselbst schenkt Gott an Dich,
mich wundert, wer nicht Liebe spürt…


She’s, 2011

Mittwoch, 22. Dezember 2010

Wer bist Du?




Wer bist Du, mein Geliebter?
Bist Du das wunderschöne Paar Augen,
in welches ich versinken kann?

Kann ich Dich hören,
Du unbekanntes Wesen?
Oder ist es nur der Wind,
der zärtliche Worte in mein Ohr flüstert?

Oder bist Du nur der Traum, den ich so oft geträumt,
und in dem ich immer wieder Zuflucht suche?

Erkennst Du Dich selbst,
bevor Du fragst, wer ich bin,
oder ist das nicht wichtig für Dein Herz?
Kennst Du Deine eigenen Empfindungen,
bevor Du meine Gefühle verstehen kannst,
oder ist es einfach nur das Leben, was wir zulassen sollten?
Blickst Du in Deine eigene Seele,
bevor Du versuchst, mich zu verstehen,
oder entscheidest Du lieber selber, wen Du liebst?

Jede Beschreibung eines Menschen mit Worten ist,
als würdest Du versuchen, Deinen eigenen Schatten zu ergreifen;
denn bei jedem Versuch, ihn zu fassen, läuft er Dir davon.
Aber wenn Du unbeirrt weitergehst, bleibt er immer an Deiner Seite.
She's, im Jahre 2000

Donnerstag, 2. Dezember 2010

Weihnachtszeit



In der heutigen Gottesfinsternis bringt die Weihnachtszeit
ein wenig Licht in unsere selbstgewählte Dunkelheit.
Es gibt aber Menschen unter uns, die leben in hellem Lichterglanz.

Gott, der Allmächtige hat sie erleuchtet.
Sie finden Erfüllung in gottgefälligem Leben.


Aber auch wen sein Lebensweg bislang nicht
auf den Pfad Gottes geführt hat, für den ist es nicht zu spät.
Denn welche Zeit eignet sich besser, um auf die Suche zu gehen,
als die Weihnachtszeit?

In dieser Zeit, in der es stiller um uns wird,
… hörst Du da nicht etwas?

In dieser Zeit, in der es dunkler um uns wird,
…siehst Du nicht den Lichtschein?

In dieser Zeit, in der selbst Ungläubige das Fest der Liebe feiern,
...spürst Du sie nicht, die Liebe, tief in dir?

Gib Deine Suche nicht auf, bleib auf Deinem Weg,
ganz gleich, wie steinig er auch sei, welches Leiden er Dir auferlegt,
wohin er Dich auch immer führen mag.

Denn wenn Du Gott suchst,
dann will er auch von Dir gefunden werden.


She’s, 2000


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Bild von NBS: Weihnachtlich

Mittwoch, 1. Dezember 2010

Geborgen




Wenn Dein Mund schweigt, die Handlung versiegt,
zeigt ein Blick, ein Geste, wie nah Ich Dir bin.
Wenn Du Dich einsam fühlst, verlassen, nicht geliebt,
wisse, dass Ich schon seit ewigen Zeiten an Deiner Seite bin.

Der Klang der Liebe ist leise,
Du hörst ihn, wenn Du schweigst.
Dein Herz erhebt sich zu ihrer Lebensweise,
wenn Du Dich still empfänglich zeigst.

Wenn Deine Hände ruhen, Dich Dein Gebet erhellt,
erfüllt sich auch Deine Bestimmung in Dir.
Wenn Du Deine Augen öffnest für Gottes Welt,
zeigt sich auch für Dich die ganze Schönheit in ihr.

Sei getrost,
Du bist in Mir geborgen, wie in Armen der Güte,
und wirst getragen von Mir, wie auf Händen der Liebe.
Denn Ich
lasse Dich niemals allein.
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Bild von eva thiery.de: Geborgenheit

Donnerstag, 4. November 2010

Was Du Dir wünschst




Wohin sollte ich denn gehen,
wenn ich doch überall zu Hause bin?
Jeder Ort lädt mich ein, zu verweilen,
jedes Bild lädt mich ein, zu schauen,
und jedes Wort findet in mir den Widerhall,
der Wahrheit dessen, der Du bist.

Welche Taten soll ich vollbringen,
wenn ich doch an allem Anteil habe?
Jede Handlung geschieht durch mich,
jede Regung von mir bewegt Dich,
und alles Tun bringt mich dem Nichtstun näher,
weil ich sehe, wer dies wirklich tut.

Welches Glück sollte ich noch suchen,
wenn es doch einzig in mir selbst verborgen liegt?
Unter meiner Last, aller Angst und Pein,
unter allem Kummer und meinem Schmerz,
lebt das Glück still und freudig in mir verborgen,
weil ich Den liebe, der genau so mich wollte.

Welche Güter sollte ich noch wünschen,
wenn ich doch alles hab in dieser Welt?
Mein irden Leben bekam ich geschenkt,
meine tiefe Liebe trag ich seelig im Herzen,
wegen Dir fühle ich mich behütet und geborgen,
weil ich nicht anders kann, als das zu sein,
was Du Dir wünschtest.
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Bild von Rotbuche: Blaue Schwertlilie