Mittwoch, 1. Dezember 2010

Geborgen




Wenn Dein Mund schweigt, die Handlung versiegt,
zeigt ein Blick, ein Geste, wie nah Ich Dir bin.
Wenn Du Dich einsam fühlst, verlassen, nicht geliebt,
wisse, dass Ich schon seit ewigen Zeiten an Deiner Seite bin.

Der Klang der Liebe ist leise,
Du hörst ihn, wenn Du schweigst.
Dein Herz erhebt sich zu ihrer Lebensweise,
wenn Du Dich still empfänglich zeigst.

Wenn Deine Hände ruhen, Dich Dein Gebet erhellt,
erfüllt sich auch Deine Bestimmung in Dir.
Wenn Du Deine Augen öffnest für Gottes Welt,
zeigt sich auch für Dich die ganze Schönheit in ihr.

Sei getrost,
Du bist in Mir geborgen, wie in Armen der Güte,
und wirst getragen von Mir, wie auf Händen der Liebe.
Denn Ich
lasse Dich niemals allein.
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Bild von eva thiery.de: Geborgenheit

Donnerstag, 4. November 2010

Was Du Dir wünschst




Wohin sollte ich denn gehen,
wenn ich doch überall zu Hause bin?
Jeder Ort lädt mich ein, zu verweilen,
jedes Bild lädt mich ein, zu schauen,
und jedes Wort findet in mir den Widerhall,
der Wahrheit dessen, der Du bist.

Welche Taten soll ich vollbringen,
wenn ich doch an allem Anteil habe?
Jede Handlung geschieht durch mich,
jede Regung von mir bewegt Dich,
und alles Tun bringt mich dem Nichtstun näher,
weil ich sehe, wer dies wirklich tut.

Welches Glück sollte ich noch suchen,
wenn es doch einzig in mir selbst verborgen liegt?
Unter meiner Last, aller Angst und Pein,
unter allem Kummer und meinem Schmerz,
lebt das Glück still und freudig in mir verborgen,
weil ich Den liebe, der genau so mich wollte.

Welche Güter sollte ich noch wünschen,
wenn ich doch alles hab in dieser Welt?
Mein irden Leben bekam ich geschenkt,
meine tiefe Liebe trag ich seelig im Herzen,
wegen Dir fühle ich mich behütet und geborgen,
weil ich nicht anders kann, als das zu sein,
was Du Dir wünschtest.
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Bild von Rotbuche: Blaue Schwertlilie

Mittwoch, 27. Oktober 2010

Du


In meiner Näh,
bist Du wie der Wind, den ich nicht seh,
bist das Gefühl, das ich nicht kenn,
und nie gefühlt, bei meiner Seel,
bist Du es warst, in meiner Näh.

In meinem Leben,
bist Du die Liebe, um meinetwegen,
bist diese Sehnsucht, die ich nicht spürte,
und niemals wusste, was mich berührte,
und was mir fehlte, in meinem Leben.

In meiner Seele,
bist Du der Gott, den ich verehre,
all das zusammen, was mir fehlte,
so dass ich leb, nur Dir zur Ehre,
niemals mehr gottlos, bei meiner Seele.

In meinem Sein,
gabst Du die Weisheit, die ich nicht fand,
bist das Wissen, die Gewissheit,
tiefstes Vertrauen und meine Sicherheit,
schenkst mir allein, mein Glück im Sein.
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Bild von klapeg: Herbst - das Original

Donnerstag, 7. Oktober 2010

Für Marion...


Was habe ich ohne Dich?


Ich kann den Duft den Blumen nicht riechen ,
denn sie duften nicht wie Du.

Ich will den Rausch von Drogen nicht erleben,
denn nichts berauscht mich so wie Du.

Ich kann mein Leben nicht mehr lieben,
denn meine einzige Liebe bist nur Du.

Ich will keinen Ton mehr hören,
klingt er nicht wie Deine Stimme.
Ich kann keine Berührung mehr ertragen,
die nicht geweckt wird durch Deine Sinne.

Ich will nichts mehr essen und nichts mehr schmecken,
will nicht mehr einschlafen,
niemand darf mich erwecken,

…bist Du nicht bei mir.

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Bild von hollister: "Mohn"


Freitag, 17. September 2010

Es bedeutet nichts


Du kannst alles schenken,
selbst Gold und Silber,
und die größten Schätze dieser Welt.
Es bedeutet nichts,
solange Du nichts von dir selbst
aus Deinem reichen Herzen verschenkst.

Du kannst alles schwören,
selbst die größte Liebe,
und dass Du alles tun würdest,
die Menschen zu erfreuen.
Es bedeutet nichts,
solange Du nicht selbst
aus der Tiefe Deiner Seele
die wahre Liebe schöpfst.

Du kannst alles erleben,
selbst die gewaltigsten Emotionen,
und die herrlichsten Erlebnisse in unserem Kosmos.
Es bedeutet nichts,
solange Du Dich selbst in Deinem Inneren
nicht einzig durch Gott bewegen lässt.

Du kannst alles sagen,
die eindringlichsten Reden halten
und mit großen Worten die Welt beeindrucken.
Es bedeutet nichts,
solange Du nicht in der Lage bist
in Dir selbst das Wort Gottes zu vernehmen.

Du kannst alles tun,
um die gesamte Menschheit zu bewegen
und Dir selber klar machen,
Deine Taten seien gut und richtig.
Es bedeutet nichts,
solange Du nicht verstanden hast,
dass Du der Einzige bist,
der sich in dieser Welt offenbaren soll.

Du kannst alles sein,
der größte Held und genialster Erfinder
und überall zu Hilfe eilen, wo man nach Dir ruft.
Aber all das bedeutet nichts,
solange du nicht den Ruf Gottes vernimmst
und endlich siehst,
dass Du immer nur Dir selbst
für Deine wirkliche Bedeutung im Wege stehst.
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Bild von Nikonlaus: Marienkäferchens Sonnenblumenfahrt

Mittwoch, 18. August 2010

All-Eins





Vielleicht glaubst Du , dass alles vorbei ist,
aber das ist es nicht.
Wenn Du auch nicht mehr hoffen kannst,
so tut es vielleicht jemand anderes für Dich.

In dieser Welt, in der jeder an sich selbst nur denkt,
verfällst Du der Introversion, die Dich lenkt.
Du nimmst nicht wahr, was um Dich geschieht,
und siehst nicht Den, der Dich wahrhaft liebt.

Doch wenn Du erwachst, mein Geliebter, siehe,
das Glück läuft Dir nach und liegt auf den Knien.
Doch Du kannst Dir selbst noch lang nicht verzeihen,
und die Liebe wird so manche Träne um Dich weinen.

Glaub mir, mein Engel, auch Gott weint um Dich,
denn Er schuf hier ein Wesen, um das sorgt Er sich.
Doch wirst Du Dich weiter und All-Dies verschmähen,
wirst Du solang weder ihn noch Dich selber sehen.

Gott und die Liebe sind Eins und sind Dein,
erkennst Du dies wirklich, bist Du ver- ein-t
.
She's, 1999 (verändert)

Mittwoch, 7. Juli 2010

Du bist die Welt



Ich kann Dich nicht sehen,
weil Du so nah vor meinen Augen bist,
aber ich spüre Dich.

Das, was Du tust,
kann kein Mensch für mich tun,
weil du die reine Liebe bist.

Alles, was in der Welt geschieht,
lässt Du für mich geschehen,
weil Du mich so sehr liebst.

Und dennoch lässt Du mir die Wahl,
mein freies Handeln,
dass ich auch unschöne Dinge tu.

An Deiner Liebe ändert sich dadurch nichts,
Dein Herz steht mir offen,
wann immer ich zu Dir will.

Deine Welt ist für mich,
Du erschaffst alles auf Erden,
lässt alles möglich werden.

Du stirbst sogar für mich,
für meine Ewigkeit,
dass ich geborgen ruhe in Deinem Arm.

Du bist nicht vergleichbar,
mit irgendetwas von dieser Welt,
denn Du bist nicht „von“ dieser Welt.

Du „bist“ die Welt.