Montag, 22. März 2010

Wer ich bin ?


Wer ich bin, willst Du wissen?
Ich kann es Dir nicht sagen.

Ich fühle mich geborgen, wenn ich an Gott denke,
aber ich bin nicht ER.
Mir geht es gut, wenn ich nichts tun muss,
aber ich bin nicht bequem.
Ich verliere mich ganz im Schreiben,
aber ich bin keine Autorin.
Ich kenne mein Zuhause nicht,
fühle mich aber nicht obdachlos.

Du willst wissen, wer ich bin?
Ich kann Dir nur sagen, was ich nicht bin.

Wenn ich wütend bin, muss ich manchmal schreien,
aber ich bin nicht der Ton.
Wenn ich mich unwohl fühle, möchte ich rennen,
aber ich bin nicht der Körper.
Wenn es Diskussionen gibt, gebe ich meinen Senf dazu,
aber eigentlich ist mir Deine Meinung egal.

Du willst wissen, woraus ich bestehe?
Ich kann Dir nur sagen, dass ich nicht weiß, was ich bin.

Wenn gesprochen wird, bin nicht ich es, die da spricht.
Die Sprache kommt nicht von mir, das ist nur der Körper.
Ich sage Dinge, die ich Dir gar nicht verraten wollte,
denn ich bin es nicht, die entscheidet.

Erst wenn es in meinem Inneren ruhig wird,
kann ich vernehmen, dass ich nicht dort bin,
wo Du mich vermutest.

Ein stiller Klang ohne Ton ist mein Wort;
Eine Bewegung Gottes bewirkt mein Entstehen;
Ein Wille zu „Sein“ lässt mich leben;
Das Wunder in mir bewirkt Wunder in der Welt;
Dass ich nicht weiß, wer ich bin,
hab ich Dir schon erzählt.
She's, 2010

Mittwoch, 3. März 2010

Manchmal ...




Manchmal muss ich meine Ohren verschließen,
dass der betäubende Lärm der Welt nicht alles übertönt,
und ich nicht taub werde Dir gegenüber …
… und manchmal höre ich Dich in dem größten Getöse;
unter Donnerhall und Motorenlärm höre ich Deine leise Stimme,
die mir sagt, dass auch Du mich hören kannst.


Manchmal muss ich meine Augen verschließen
vor dem grellen, bunte Lichtern der Welt,
dass es mich Dir gegenüber nicht blind macht …
… und manchmal kann ich Dich überall sehen,
sogar hinter dem Schleier des Nebels
und hinter allen Masken der Menschen;
und Dein wunderbares Antlitz zeigt mir,
dass auch Du mich sehen kannst.


Manchmal muss ich meine Nase und meinem Mund verschließen,
gegenüber den tausend Geschmäckern und tausend Gerüchen dieser Welt,
dass ich nicht geruchs- und geschmacklos werde Dir gegenüber …
… und manchmal rieche und schmecke ich Dich überall,
bei allem, wovon ich koste, kann ich Dich herausschmecken und riechen,
und bei dieser Wonne weiss ich , dass auch Du mich schmecken kannst.


Manchmal muss ich meine Gefühlswelt verschließen,
gegenüber der Welt, die an mir zieht und zerrt und reizt und schmerzt,
dass ich nicht gefühllos werde Dir gegenüber …
… und manchmal fühle ich Dich überall, - drinnen und draußen - ,
bei allem, was ich berühre und anfasse, spüre ich, dass Du mich umgibst,
und dass Du Die ganze Welt bist - innen und außen - ,
und mein Gefühl sagt mir, dass auch Du mich spüren kannst.


Manchmal möchte ich mich vor der Welt verschließen,
damit nur noch Du da bist.
Aber ohne die Welt kann ich Dich weder hören noch sehen,
noch schmecken, noch riechen, noch fühlen.
Du bist nicht nur manchmal diese Welt,
Du bist immer diese Welt, unser aller Welt.

Und wir nehmen sinnlich nicht die Welt wahr,
sondern wir nehmen Dich wahr,
wahrlich in Allem, was uns begegnet.

Manchmal nur - nehmen wir Dich nicht wahr;
doch Du - bist allgegenwärtig, bewahrst uns immer.
She's, 2010

Dienstag, 2. März 2010

Dein Gott



Wenn Du einen Berg erklommen hast,
dann kannst Du ihn spüren,
Deinen Gott der Kraft.

Er lässt Dich jeden Weg gehen, wie steinig oder
unwegsam er Dir auch immer erscheinen mag.

Und wenn Du ein Ziel erreicht hast,
dann wirst Du ihn erkennen,
Deinen Gott der Zuversicht.

Er gibt Dir immer wieder Hoffnung und zeigt Dir
neue Wege auf, wieviel Verzweiflung auch immer wieder
versuchen mag, Dich zur Umkehr zu bewegen.

Und wenn Du Dich selbst überwunden hast,
um den Weg des Glückes zu beschreiten,
dann wirst Du ihn leben,
Deinen Gott der Liebe.

Er wird Dich immer wieder spüren lassen,
dass Du geliebt wirst,
wie sehr Du auch manchmal an Deinen
Mitmenschen verzagen möchtest.

Und wenn Du endlich in Deinem Leben
Deine Erfüllung gefunden hast,
dann wirst Du tief in Deinem Inneren spüren,
was Du immer gesucht:
Deinen Gott des Lebens.

Und wenn Du ihn geschaut hast,
wird Dir endlich etwas klar werden,
wie sehr Du Dich auch immer dagegen sträuben magst:

Das Göttliche in Dir, Das bist DU!
She's

Donnerstag, 25. Februar 2010

Befreiung




Wahre Freiheit entwickelt sich in dem Moment,
in dem wir aufhören,
uns etwas anderes zu wünschen,
als das, was gerade geschieht.

Wahrer Frieden erfüllt sich dann,
wenn wir dem Leben erlauben,
sich in jedem Moment zu offenbaren,
ohne dass wir etwas erwarten.

Wahres Glück tritt in unser Dasein,
wenn wir der Liebe gestatten,
auch Gestalten anzunehmen,
in denen wir sie nicht vermuten.

Harmonie wird unser ständiger Begleiter,
wenn wir den Emotionen gestatten,
uns jederzeit heimzusuchen,
wenn unser Innerstes bewegt wird.

Verwirklicht werden wir eines Tages sein,
wenn wir vor dem Schmerz nicht davon laufen,
und demütig zu empfangen,
wenn wir bereit sind zu lernen.
She's

Freitag, 19. Februar 2010

Gesang meines Herzens




Tief drinnen im Körper, wohl Seele genannt,
lebt etwas, in Wahrheit als Sehnsucht erkannt.
Entsendet ins Niemandsland wähnt sich das Herz,
wie Feuer, so brennend erweist sich kein Schmerz.

Sucht Heil stets im Außen, schwirrt irrend umher,
Wahrheit ist immer, ständig und hier.
lausch nur auf die Stille, horch, was Du nicht hörst,
es ist hier im Jetzt, Du fühlst es, ich schwör’s.

Der Segen ist da, hörst Du auf zu suchen,
beende die Jagd, die Sehnsucht zu suchen.
Offenbarung ist jetzt und wird nicht gefunden,
hältst Du nach ihr Ausschau, scheint sie Dir entschwunden.

Halt inne, sei hier, lausche und sieh,
die Gnade ist in Dir, verlässt Dich auch nie.
Tugend und Demut sind natürlich, nicht Lohn,
ist Liebe Dein Wesen, wird Gott in Dir woh’n.

Der Gesang meines Herzen ist hell und ist klar,
so mancher versteht nicht, hält Worte für wahr.
Doch tief in der Seele versteh ich und verstehst Du,
sind wir erst vereint, in Frieden und Ruh.
She's

Donnerstag, 18. Februar 2010

Verloren in Liebe


Verliere mein Leben, verloren in der Sehnsucht.
Wo bleibe ich, wenn ich mich in Dir verliere? Jedesmal, wenn ich mich verliebe, habe ich mich in Dir verloren. Tief in meinem Inneren weiß ich nicht, was Liebe ist.

Wenn ich mich verliere, bist nur Du allein da.
Du bist alles, was ich habe. Ich möchte nur Dich spüren und vergehe vor Sehnsucht nach Dir. Ich liebe Dich und kann doch nicht bei Dir sein. Du bist mir so nah, wie man sich nur nah sein kann, und nur darum kann ich nicht sehen, wie Du wirklich bist.

Je weiter weg ich Dich von mir wähne, umso größer wird meine Sehnsucht nach Dir. Ich möchte endlich mit Dir verschmelzen und mich nie mehr von Dir trennen müssen. Doch Du bist nicht bei mir. Ich bin verloren, wenn ich nur an Dich denke, kann ohne Dich nicht sein, will ohne Dich nicht leben.



Meine Sehnsucht ist so groß und so stark wie meine Liebe zu Dir. Ich focussiere mein Leben auf Dich! Was wäre mit mir, wenn es Dich nicht gäbe?

Da ist dieser innige Wunsch, bei Dir zu sein und die Hoffnung, ich könnte bei Dir bleiben für immer. Es gibt keinen Menschen auf dieser Welt, den ich so sehr liebe wie Dich… und ich kann gar nichts dagegen tun. Ich muss immer nur an Dich denken; und ich muss diese sehnsüchtigen Gefühle aushalten, wenn Du nur mal eben erscheinst und gleich darauf wieder verschwindest. Meine Empfindungen und Sehnsüchte werden dadurch immer nur noch stärker. Wenn ich Dich bei mir habe, will ich nur noch bleiben auf ewig, und die Welt um mich herum kann meinetwegen verschwinden.

Was wäre mit mir, wenn Du nicht wärst?

Für mich bist Du wie die Sonne;
wenn Du da bist, wird in mir alles hell und licht und klar.
Du bist wie der Wind, der alles fort weht, was mich belastet und der mich leicht wie eine Feder schweben lässt.
Du bist wie der goldfarbene Sand, der in der Sonne glitzert und durch meine Finger rinnt, und den ich doch nicht festhalten kann.
Wie der Mond erscheinst Du mir, von dem ich nur träumen kann und von dem ich weiss, dass er immer wieder aufgeht, der aber für mich unerreichbar bleibt.

Du,
Du bist und bleibst mein Traum von der einzigen, ewigen, großen und unsterblichen Liebe, die nie vergehen wird, weil sie nie gelebt werden kann.

Du bist Alles für mich.
Ich liebe Dich und ich vermisse Dich.
Immer.
She's (2009/2010)

Mittwoch, 17. Februar 2010

Mein Traum - ein Versprechen



Ich träumte davon, mit Dir glücklich zu sein,
Deine Nähe und Deine Wärme zu spüren.
Ich möchte die Höhenflüge der Liebe verspüren,
auch wenn der Alltag mich immer wieder einholt.

Ich möchte Dir all das schenken,
wovon Du schon so lange träumst.
Ich möchte da sein, wenn Du mich brauchst,
und Dich in Ruhe lassen, wenn Du es meinst.

Dir gehören möchte ich mit Leib und Seele,
und doch die Freiheit in mir bewahren.
Mit Dir leben und arbeiten an den Dingen,
die getan werden müssen
und nicht klagen über die Mühen und Plagen des Alltags.

Mit Freude das Leben annehmen,
und mit den Herzen die Dinge ansehen.
Mit sanfter Hand lenken, was sonst auf Abwege geriete,
und mit Verständnis die Probleme anderer annehmen.

Auch die „schmutzigen“ Angelegenheiten,
die sonst niemand mag,
werde ich erledigen,
genauso wie die schönen Dinge, um die sich alle balgen,
obwohl doch niemand wahrhaft die Schönheit in Allem erkennt.

Ich werde zurücktreten - einen Schritt,
um Dir in die Augen sehen zu können.

Erkennen, was Du jetzt brauchst.
Geben, was Dich wachsen lässt.
Beruhigen, dass Du schlafen kannst.
Dich wärmen, dass Du dich Zuhause fühlst.

Leben, in meinen Armen.

(2003) She's